Lange ist es her: Anfang der 80er-Jahre sorgte der “Micro-Racing-Buggy” von Simprop für großes Aufsehen und hat maßgeblich zu der heutigen Verbreitung der RC Buggys beigetragen.
Damals überzeugte der Micro-Racing-Buggy durch einfache Technik, Robustheit und einen attraktiven Anschaffungspreis. Obwohl heute längst nicht mehr auf dem letzten Stand der Technik und vom Hersteller nicht mehr lieferbar, wird dieses Modell unter Kennern immer noch gefahren und wie eine Kostbarkeit behandelt.
Übrigens hat mich heute Vormittag eine Mitarbeiterin von Simprop angerufen, da ich der Firma eine Mail bezüglich Bilder und Infos zu diesem Modell geschickt hatte. Die Dame war sehr nett und konnte sich sogar nach langem hin- und herüberlegen noch an dieses Modell erinnern. Leider konnte sie mir, außer einem schwarz-weiß-Bild nichts schriftliches mehr über dieses Modell zusenden. Weiterhin teilte sie mir mit, dass Simprop gar nicht der Hersteller des Modells war, sondern nur der “Vertreiber”. Ursprünglich wurde der Micro-Racing-Buggy von einer schweizer Firma hergestellt, die es heute aber nicht mehr gibt.
Zurück zum Modell:
Das Chassis bestand aus 3 Hauptteilen: einer Wanne aus etwa 1 mm starkem ABS, die nicht nur die RC-Anlage und den Tank, sondern auch die Befestigung für die einzeln aufgehängten, gefederten Vorderräder beherbergte; eine Epoxidplatte verband ein kräftiges 2 mm starkes U-förmig gebogenes Alublech als Träger für den gesamten Antrieb. Halt gab dem Chassis eine Aluminium-Bodelplattenverstärkung. Die Doppelgelenk-Vorderachsschwingen lenkten und federten ohne Veränderung des Radsturzes. Damals galten Vorderachsen dieser Art für ein Buggy-Modell als wahre Revolution, heute sind sie selbstverständlich. Der 3,5-cm³-Verbrennungsmotor mit angeflanschten Kupplungsteil sowie Schwungscheibe war auf zwei Stahlklötzen mit einem Aluminiumteil verschraubt. Die Schwungscheibe besaß eine keilförmige Nut für einen Riemen zum Anwerfen.
Die Achslager dienten gleichzeitig als Lager für die Schwingarme, sodass sich hinten eine Einzelradaufhängung ergab. Die Schwingare selbst bestanden aus Kunststoff und wurden nach vorne mit einem Federbein abgestützt. Damals gab es noch keine Öldruckstoßdämpfer.
Die Kraftverbindung zwischen den Riemenscheiben auf der Antriebswelle und den Felgen übernahm auf jeder Seite ein Rundriemen. Einige RC-Freaks tauschten damals bereits die Rundriemen gegen Zahnriemen aus, die erheblich leichter liefen.
Für einen leichten Lauf besaßen die hinteren Felgen Nadellager. Die Hinterreifen hatten ein grobes Stollenprofil und waren sehr weich. Sogar ein Servosaver zum Schutz der Rudermaschine war selbstverständlich.











Verwandte Artikel
1 Kommentar(e) bisher
Hi Jörn,
das war ein Super Buggy und mein erster Verbrennerbuggy ! Davon habe ich sogar noch zwei Paar Hinterreifen sowie glaube ich die Rundriemen und ein Hauptzahnrad….
Betreffend der Vorderachse war diese aber in den ersten Version Star und wurde lediglich durch die Verwindung der Kunststoffwanne “gefedert” diese brach jedoch recht schnell an den Kannten und in nächsten Version wurde dann diese “Super” Vorderachse verbaut…
Bilder musste man eigentlich auch von der AMT vielleicht bekommen diese hatte ja in den ersten Ausgaben der Zeitschrift diesen Buggy getestet, Tester war damals Heiner Martin…ich werde auch mal bei der AMT anfragen..
Gruss Atze
Kommetar abgeben
Beachte: Kommentar muss erst freigeschaltet werden